Römische Militärlagerbauten in der frühen und hohen Kaiserzeit - Römische Baukunst

von: Nicolas Ströhla

GRIN Verlag , 2019

ISBN: 9783346005021 , 54 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: frei

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Preis: 18,99 EUR

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Römische Militärlagerbauten in der frühen und hohen Kaiserzeit - Römische Baukunst


 

Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Archäologie, Note: 1,0, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Klassische Archäologie), Veranstaltung: Proseminar Römische Baukunst, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Gegenstand dieser Hausarbeit ist die Konstruktion von römischen Militärlagern (Marschlager, Standlager aus Holz und Erde sowie Stein) der frühen bis hohen Kaiserzeit sowie deren Bezüge zur römischen Stadtarchitektur als Teil der römischen Bautechnik innerhalb der römischen Baukunst. Die Bedeutung der römischen Militärlagerbauten (Legionslager und Auxiliarkastelle) ist außerordentlich groß; als Mikrokosmos sind sie für die lang dienenden kaiserzeitlichen Legionäre und Hilfssoldaten (jeweils mind. 25 Jahre Dienstzeit) die Heimat im neu eroberten Ausland, Wohn- und Lebensmittelpunkt, Gerichtsstätte, Verwaltungssitz, Finanzinstitut, Einkaufsmarkt, Hospital, Zufluchtsort nach Schlachten und Schutzort vor Feinden mit mehr oder weniger vielen zivilen Annehmlichkeiten (Gaststätten, Thermen, Handwerksbetrieben) der römischen Stadt - je nach Bedeutung und Umfang der Lager und Kastelle. Bereits der griechische Geschichtsschreiber Polybios beschrieb die Militärlager der Milizarmee der römischen Republikzeit als ein Gebilde, das auf Grund seiner Form und der Anordnung seiner Straßen das Erscheinungsbild einer Stadt hatte. Auch der jüdisch-römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus und Publius Flavius Vegetius Renatus bezeichneten die Truppenlager als Städte. In vielen Fällen war das Militärlager nach der Aufgabe und dem Abzug des Militärs sogar die direkte Vorlage für die aus ihnen hervorgehenden zivile Städte: z. B. Vindonissa, Camulodunum, Eboracum, Isca Silurum, Aquincum, Argentorate, Castra Regina, Augusta Vindelicorum, Augusta Praetoria. Deshalb sind die Lagerbauten kein undurchdachtes Zufallsprodukt, sondern werden stets in fester Ordnung errichtet und gehen auf eine lange Tradition zurück. Schon vor den Römern existierten bei den altorientalischen Völkern, den Persern, den Griechen, den Karthagern und in den hellenistischen Reichen Lagerbauten. Keines dieser Völker hat jedoch auf dem Marsch und bei Belagerungen befestigte Unterkünfte nach einem fixen Schema so konsequent errichtet wie die Römer.